Waiblingen, CDU, Stadtverband, Rems-Murr-Kreis

Leserbrief

Direktbus zur Winnender Klinik

Mit Verwunderung und Enttäuschung hat die CDU die negative Stellungnahme der DFB-Fraktion in der WKZ vom 16.8.2016 zur Kenntnis genommen. Der Vorwurf von Populismus ist völlig unverständlich, wie die positiven Reaktionen in der WKZ und viele Gespräche mit der Bürgerschaft und Anrufe zeigen. Waiblingen hat mit Kreistagsbeschluss vom 14.7.2008 mit 44:42 sein Kreiskrankenhaus verloren und zahlt jedes Jahr ohne Murren ca. 27 Mio.€ Kreisumlage, die von vom Gewerbesteueraufkommen abgeht.

Die Bebauung und Vermarktung des in Waiblingen brach liegenden Krankenhausareals, das im Eigentum des Kreises steht und das für Wohnbebauung hoch attraktiv ist, verzögert sich weiter. Denn die richtige Zweistandortlösung für das Landratsamt ohne das Sozialdezernat auf dem Klinikareal muss erst vom Kreistag abgesegnet werden. Dann ist eine Bebauungsplanänderung notwendig. Das wird dauern. Und nun kommt auch noch Konkurrenz durch die neue Expressbuslinie Relaxe (Linie X 20) ab Dezember 2016 von Waiblingen nach Esslingen hinzu. Diese fährt vom Bahnhof Waiblingen über Rommelshausen und Stetten direkt über einen Halt in der Flandernstr. in Esslingen zum ZOB in Esslingen. Die Flandernstr. ist nur ca. 20-25 Gehminuten vom Klinikum Esslingen entfernt. Die Fahrtzeit beträgt ca. 22 Minuten. Der Expressbus fährt in den Spitzenzeiten alle 30 Minuten, sonst stündlich, so dass ein Umstieg bei einer Fahrt mit der S-Bahn über Bad Cannstatt wegfällt.

Bei dieser Sachlage ist es doch nur recht und billig, sozusagen als eine Kompensation u.a. auch einen Direktbus zum Klinikum Winnenden probeweise für 1 Jahr zu fordern. Hier sollte der Gemeinderat zusammenstehen und mit einer Zunge den zuständigen Kreis dazu auffordern. Es gilt jetzt alles zu unternehmen, dass das nach wie vor defizitäre Klinikum (2015 Zuschuss ca. 28 Mio.€, 2016 Zuschuss ca. 26 Mio.€) strategisch erfolgreich angenommen wird. Dazu kann auch ein Direktbus seinen Beitrag leisten.

Dr. Hans-Ingo v. Pollern

Stadt- und Kreisrat

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