Waiblingen, CDU, Stadtverband, Rems-Murr-Kreis
Waiblingen beabsichtigt nach dem der bundespolitischen Grundsatzentscheidung zum Atomausstieg, dezentral auf der Buocher Höhe einen Windpark mit ca. 8-10 Windkraftanlagen zu errichten. Damit könnten ca. 17 000 Haushalte, also die Gesamtstadt Waiblingen, mit kostengünstigem Strom versorgt werden.

Natürlich ist der Einwand berechtigt, Waiblingen sollte sich zunächst an off-shore-Windparkanlagen in der Nordsee beteiligen. Das Kernproblem ist aber, dass derzeit noch 4 500 km Leitungstrassen fehlen, die den Strom zu den Abnehmer/innen im Süden transportieren können. Deshalb setzt Waiblingen wie auch andere Städte und Gemeinden auf eigene dezentrale Windkraftanlagen.

Es ist selbstverständlich, dass die Umlandgemeinden wie z. B. Winnenden mit Breuningsweiler und Hanweiler, Weinstadt, Remshalden mit Buoch, Korb mit Kleinheppach, Berglen, in die Überlegungen zur Errichtung von Windkraftanlagen frühzeitig einbezogen wurden und werden. Hierzu hat Herr Oberbürgermeister Andreas Hesky zusammen mit Herrn Stadtwerkedirektor Volker Eckert alle Gemeinderäte/innen der Umlandgemeinden vom Waiblinger Vorhaben bereits im Überlegungsstadium informiert. Natürlich wird auch die Bevölkerung rechtzeitig einbezogen. Besonderes Augenmerk wird auf Natur-, Umwelt-, Vogel- und Forstschutz gelegt. Der Vorteil auf der Buocher Höhe ist die Vermeidung einer „Verspargelung“ der Landschaft, da hier Windkraftanlagen konzentriert werden können. Zunächst muss noch ein 100 m hoher Masten aufgestellt werden, der die Windgeschwindigkeit (sog. Windhöffigkeit) über ein Jahr misst. Voraussetzung dafür ist eine Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes. Natur- und Artenschutzgutachten müssen eingeholt, ggf. eine Landschaftsschutzverordnung des Landratsamtes geändert werden. Ein Flächennutzungsplan muss mögliche Standorte ausweisen und im Planungsverband Unteres Remstal abgesegnet werden. Hier sind Fellbach, Kernen, Korb, Waiblingen und Weinstadt Mitglieder. Ein Windpark auf der Buocher Höhe kann aus Waiblinger Sicht nur als interkommunales Projekt realisiert werden.

Um so irritierender sind einzelne Stimmen aus dem Winnender Gemeinderat, dass wegen Bedenken gegen den Erholungswert - diese Bedenken nimmt Waiblingen sehr ernst -Windparks woanders wirtschaftlicher gebaut werden könnten. Gesagt wird aber nicht wo. Erfreulich ist, dass der Gemeinderat von Korb nach einem Gemeinderatsbeschluss vom Juli 2012 mit Waiblingen kooperieren wird. Das gilt umgekehrt auch für Waiblingen. Waiblingen wird auch mit Winnenden zusammen arbeiten. Denn ohne interkommunale Zusammenarbeit ist ein Windpark auf der Buocher Höhe nicht realisierbar. Selbstverständlich muss der Eingriff in den Erholungswald der Buocher Höhe so schonend wie möglich und minimierend erfolgen. Außerdem gibt es dort eine Fledermaus- und Rotmilanpopulation. Keine Windkraftanlagen werden an die Kante des Waldrandes gesetzt werden. Ich bin auch für einen größeren Abstand als 700 m zur Wohnbebauung.

Im Internet: www.cdu-waiblingen.de Dr. Hans-Ingo v. Pollern

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