Waiblingen, CDU, Stadtverband, Rems-Murr-Kreis
Der Vorschlag von Dr. Rüdiger Stihl zum durchgängigen 11 km langen Nord-Ost-Tunnel im Zuge des Nord-Ost Ringes zur Schonung des Schmidener Feldes und des Langen Feldes zwischen Waiblingen und Kornwestheim ist ein neuer positiver und begrüßenswerter Denkansatz. 

Endlich kommt Bewegung in die festgefahrene Diskussion in der Raumschaft. Aber 1,2 Mrd. Euro sind eine horrende und überaus ambitionierte Summe. Und dabei wird es nicht bleiben, wie die Erfahrungen aus BER und S 21 beweisen. Interessant wäre es zu wissen, inwieweit sich die Großindustrie an der Tunnellösung finanziell beteiligen würde. Aber schon kommt reflexartig kommunalegoistisch Gegenwind aus Aalen. Der Waiblinger Gemeinderat hat sich schon vor längerer Zeit in seiner Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalverkehrsplanes mehrheitlich für eine zweispurige Weiterführung der
Westumfahrung, in den Steilstrecken dreispurig, als Tunnellösung/Überdeckelung durchs wertvolle Schmidener Feld ausgesprochen, um die lärm- und abgasgeplagten Hegnacher endlich wirkungsvoll zu entlasten. Auf Antrag der CDU/FW-Fraktion vom November 2018 hat der Gemeinderat
mehrheitlich hierzu eine Machbarkeitsstudie als sachliche Diskussionsgrundlage in Auftrag gegeben, die demnächst vorgelegt werden soll. Im Übrigen sollte die dringend notwendige Filderauffahrt von der B 10 zur B 27, die 30 Prozent des Durchgangsverkehrs durch Stuttgart abziehen würde, nicht vergessen werden. Aber Stuttgart will lieber den Pendler- und Durchgangsverkehr weiter quälen und im Verkehrsstau versinken.
Ein schwerer Fehler ist es, dass die 2. Tunnelröhre für die S-Bahn in Stuttgart im Zusammenhang mit S 21 nicht gebaut wird. Was ist, wenn ECTS für die weitere Taktverdichtung ausfällt, beiSignalstörung, bei Personenschaden? Dann geht in Stuttgart für die S-Bahn nichts mehr. Indes fehlt
ein schlüssiges Gesamtkonzept vor dem Hintergrund der Mobilität und der Klimawende. Allerdings tut Waiblingen viel für die E-Mobilität, z. B. 34 Ladestationen, Schnellladestation beim Remspark, Nutzung von Lastenrädern beim Dienstgang, verbessertes Radwegenetz, modernes Radhaus, Stadtticket ab 1. April 3€, Gruppe 5 €. Dr. Hans-Ingo v. Pollern, Stadt- und Kreisrat

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